Gebetsmarsch für verfolgte Christen in Bochum

Jeder Schritt soll  ein Gebet sein

Christenverfolgung wird zu einem immer dringlicheren Thema. Nach aktuellen Schätzungen werden 200 Millionen Christen weltweit ihres Glaubens wegen verfolgt. Am 15. April 2017 machte AVC – Aktion für verfolgte Christen und Notleidende durch einen Gebetsmarsch in Bochum auf das Thema aufmerksam. Mit der Veranstaltung setzten die ca. 500 Teilnehmer trotz Kälte und Regen ein starkes Zeichen der Solidarität mit den verfolgten Christen weltweit.

(Nidda, 18. 04. 2017) Weltweit nimmt die Christenverfolgung zu: Anfeindungen und Übergriffe auf christliche Flüchtlinge in Deutschland, Misshandlung von evangelikalen Christen in der besetzten Ostukraine, tödliche Anschläge auf koptische Christen am Palmsonntag, Vertreibung und Ausmerzung des Christentums im Nahen Osten ... Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Das Christentum ist die am meisten verfolgte Religion weltweit. Am 15. April 2017 machten die 200 Teilnehmer mit einem Marsch durch die Innenstadt Bochums und gemeinsamen Gebet auf die Situation der leidenden Christen weltweit aufmerksam und setzten ein Zeichen der Solidarität.

Kein Spezialthema für religiös Interessierte
Nicht nur im Nahen Osten ist die Situation für Christen unhaltbar geworden. In vielen – zu vielen – Ländern der Welt leiden Christen unter Verfolgung. Selbst im sog. christlichen Abendland erleben sie aufgrund ihres Glaubens Anfeindungen. Darauf wies Pawel Sturz (Leiter AVC) vor Beginn des Marsches durch die Innenstadt Bochums wiederholt hin. Dabei sei die Behinderung der freien Religionsausübung kein Spezialthema für religiös Interessierte. Es handele sich um die Einschränkung elementarer Grundrechte. Erfahrungen zeigten, dass dort, wo die Ausübung der Religion behindert werde, es auch um die generelle Wahrung der Menschenrechte nicht gut bestellt sei. Auch die Grußworte von Frau  Elke Janura (Mitglied im Vorstand der CDU-Ratsfraktion sowie Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises) in diesem Kontext waren deutlich: »Ich freue mich, dass ich in einem Land mit Religionsfreiheit leben darf… In über 50 Ländern der Welt können Christen ihren Glauben nicht offen leben. Ihnen gehört unsere ganze Liebe und Solidarität… Unsere Geschwister warten auf unsere Hilfe. Deshalb ist es wichtig zu überlegen, wie wir das tun können.«

Jeder Schritt ein Gebet
Nach kurzer Begrüßung und Ansprache durch Pawel Sturz und Elke Janura, leiteten Johannes Dappen (AVC) und Ivan Stukert (Christengemeinde Gottes Wort, Bochum) den gemeinsamen Zug durch die Innenstadt. »Jeder Schritt soll ein Gebet sein«, ermutigte Johannes Dappen die Teilnehmer. Höhepunkt des Marsches war das  gemeinsame Gebet für verfolgte Christen auf dem Rathausplatz. Über 2000 verteilte Infoblätter informierten auch die Passanten über das Thema Christenverfolgung.

Mehr Mut zum Christentum in Deutschland
Nach dem Ende des Marsches sammelten sich die Teilnehmer der Demonstration wieder auf dem Husemannplatz zu einem Gottesdienst. AVC-Ehrenpräsident Waldemar Sardaczuk forderte dazu auf, auch über das eigene Glaubensleben nachzudenken und mutiger zum Christsein zu stehen. Ebenso appellierte Volker Baumann (AVC) an die Teilnehmer, den Flüchtlingen in Deutschland den christlichen Glauben vorzuleben und verfolgten Christen zu helfen. Er berichtete aus seiner Arbeit mit christlichen Flüchtlingen, zeigte Einzelschicksale und deren Leid auf. Das Fehlen von Betroffenen auf der Veranstaltungen habe einen traurigen Grund: »Auch in Deutschland haben Christen Angst vor Verfolgung. Sie sind aus ihren Ländern geflohen, weil sie dort als Christen keine Freiheit haben. Sie werden eingesperrt, misshandelt und ausspioniert … In Deutschland werden Christen abgeschoben, die offene Anfeindung und Übergriffe in unserem Land erlebt haben. Das ist eine Schande! Wir kommen hier zusammen, um offen unseren Glauben zu zeigen und uns mit ihnen solidarisch zu erklären.“

Erika Gitt

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