Gruß des Präses zu Ostern 2017

Der Frieden, der von Christus kommt, regiere euer Herz

Liebe Geschwister und Freunde,

ein ganz besonderes Wochenende steht uns bevor, eines, das die ganze Welt verändert hat. Die Ereignisse an diesem Wochenende geben uns Hoffnung in einer Welt voller Leid und Schmerzen. Und diese Hoffnung hat einen Namen – Jesus Christus. Er war es, der sich verletzbar und verwundbar gemacht hat, damit unsere Wunden geheilt werden können.

Die Auferstehung Jesu Christi ist wie ein Ausbruch göttlicher Heilung, ausgelöst mitten im Herzen dieser Welt. Ihre Wirkung zieht unaufhörlich Kreise und erreicht immer mehr verwundete und hoffnungslose Herzen, um ihnen neue Hoffnung und ein neues Leben zu geben.

In diesen Tagen feiern wir den Triumph des Lebens über den Tod. Damit hat nicht der Tod das letzte Wort, sondern Jesus Christus. Weil Jesus lebt, werden auch wir leben.

„Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude“,
sagte der Engel bei der Geburt Jesu.
„Friede euch“, sagte Jesus zu seinen Jüngern,
während sie sich nach seinem Tod
aus Furcht in einem Zimmer eingeschlossen haben.
Lukas 2,10; Johannes 20,19

Hier sehen wir, wie von der Geburt Christi zu seiner Auferstehung ein Bogen gespannt wird. So ist die Auferstehung vergleichbar mit der Geburt und damit mit dem Beginn eines neuen Lebens. In Christus und seiner Auferstehung dürfen wir dieses neue Leben schon jetzt haben. Deshalb ist Christus gestorben um unsere Schuld auf sich zu nehmen, und ist auch auferstanden, um uns neues Leben zu geben. Und hierbei sagt er uns zu: „Friede sei mit euch! Fürchtet euch nicht!“

Diese Zusage Jesu ist gerade in Zeiten politischer Instabilität und Unruhe, wie wir sie heute erleben, umso bedeutender. Wir leben in einer gefallenen Welt, die sich nach Frieden und Heilung sehnt. So bitte ich darum, für unser Land, unsere Regierung und die politischen Verantwortungsträger zu beten. Lasst uns dabei auch das Weltgeschehen vor Gott bringen, insbesondere unsere Geschwister, die gerade sehr viel Leid ertragen müssen.

„Der Frieden, der von Christus kommt,
regiere euer Herz und alles, was ihr tut!“
Kolosser 3,15

Mit diesem Vers aus dem Kolosserbrief wünsche ich uns allen, dass der Friede des auferstandenen Jesus Christus den Raum in unserem Herzen einnimmt. Dabei soll es nicht nur ein persönliches Erlebnis sein, sondern eine für unser Umfeld sichtbare Tatsache. Viele unserer Freunde, Verwandten und Bekannten sind mit diesem Frieden noch nicht in Berührung gekommen. Ganz unabhängig davon, ob Gottesdienst oder ein gemeinsames Essen – lasst uns nach Möglichkeiten suchen, damit der Friede, der von Christus kommt die Menschen erreicht, die uns nahestehen.

Euer Bruder und Präses
Johannes

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