„Jerusalem – zurück in die Zukunft“ – ICEJ-Impulstag

Jerusalem – zurück in die Zukunft hieß das Motto des Impulstages des „Deutschen Zweiges der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem“ (ICEJ) am Himmelfahrtstag im Stuttgarter Gospelforum. Es knüpft damit an den fast 2000 Jahre alten Traum der Juden in aller Welt an: Eines Tages in die Stadt ihrer Sehnsucht, nach Jerusalem, zurückzukehren. So stellte Gottfried Bühler, ICEJ-Deutschland Vorsitzender, gleich bei der Begrüßung der rund 1000 Teilnehmer klar. „Wer die Gegenwart und Zukunft Jerusalems verstehen will, muss zurück in die Vergangenheit blicken.“

Historisches Jerusalem

In Bezug auf Jerusalem und Israel werden historische Fakten oft in absurder Weise in Frage gestellt – aktuell angesichts der Eroberung des Ostteils der über 3000 Jahre alten Stadt einschließlich der Altstadt vor 50 Jahren. Der Israel-Experte Horst Krüger holte in seinem Vortrag so manches aus seinen  historisch-archäologischen und biblisch-jüdischen Kenntnissen hervor: „Israels Anspruch auf Jerusalem ist eine unumstößliche historische Tatsache, die von der Archäologie untermauert wird.“ Er sprach von einer „verarmten Theologie“, die das Faktum des realen Jerusalems nicht einbeziehe. Viele Christen zögen sich lieber auf das Besingen der „himmlischen Stadt“ zurück. Aber wir sind aufgerufen, Jerusalem praktisch zu segnen, wie damals die „Mauerbauer“ Nehemias und uns konkret für die „Stadt Gottes“ (Psalm 87) einzusetzen.

Reich Gottes Perspektive

Einen wichtigen Aspekt brachte der in Israel lebende Pastor und Mitgründer der messianischen Karmel-Gemeinde in Nordisrael, Peter Tsukahira ein. Die christliche Gemeinde weltweit müsse sich wieder Israel zuwenden, um ihren eigenen Auftrag erfüllen zu können. „Wir brauchen ein Evangelium des Königreiches Gottes und nicht allein des Gemeindewachstums.“ „Das Königreich Gottes hat nicht mit dem Auftreten Jesu begonnen, sondern mit der Berufung Israels zu Gottes Volk am Sinai,“ so der Bibellehrer mit japanischen Wurzeln, der mit einer Jüdin verheiratet ist. Das Reich Gottes bedeute Wiederherstellung des ursprünglichen Planes Gottes, der in Jerusalem endet. Das zeige auch die Rückkehr der Juden aus aller Welt nach Israel.

Heimkehr
Ein besonderes Zeichen dafür ist die in vielen Bibelstellen angekündigte Rückkehr der Juden in das Land ihrer Väter. Unter diesen sind die äthiopischen Juden etwas Besonderes. Aus Israel war die äthiopische Jüdin Liat Damoza in Stuttgart dabei. Sie berichtete, wie sie als Dreijährige mit ihrer Familie die lange und gefährliche Reise von Äthiopien nach Israel unternahm: „Meine Volksgemeinschaft lebte seit über 2500 Jahren in Äthiopien, doch wir hatten nur einen Traum: Eines Tages nach Jerusalem zurückzukehren.“ Viele Tausend sind bereits auf abenteuerliche Weise nach Israel gekommen, noch fehlen einige Hundert.

Versöhnung

Steve Carpenter stellte seinen Versöhnungs- und Hilfsdienst, die „Jesaja19-Straße“ in der arabischen Welt vor. „Es ist das Herzensanliegen Gottes, dass Versöhnung stattfindet zwischen den Söhnen Isaaks (den Juden) und Ismaels (den Arabern)“, sagte Carpenter, der aus den USA stammt und seit zehn Jahren in Israel lebt. Israel wird ... mit Assyrien und Ägypten ... ein Segen für die Erde sein (Jesaja 19,24). Jesus offenbare sich jetzt schon vielen Muslimen in dieser Region.

Jerusalem – Berlin

Christoph Scharnweber, politischer Berater der ICEJ, gab wertvolle Impulse zum Gebet für die deutsch-israelischen Beziehungen, die sich zurzeit auf einem Tiefstand befänden. „Unsere Entscheidungsträger brauchen gute Ratgeber“, betonte er und: „Lasst uns Gott bitten, dass mehr Israel-Freunde im künftigen Bundestag sitzen“.

Dieses und weitere Anliegen wurden gleich in verschiedenen Gebetszeiten vor Gott gebracht.

Hannelore Illgen

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