Symposium in Brüssel wegen Kennzeichnung israelischer Produkte

Gastgeber waren zwei Mitglieder des Europäischen Parlaments und Hauptsprecher der renommierte Experte für Internationales Recht, Professor Avi Bell aus Israel, der griechisch-orthodoxe und israelisch-arabische Priester, Pater Gabriel Naddaf aus Nazareth sowie der Oberrabbiner der Niederlande Binyomin Jacobs. Die ICEJ war durch Repräsentanten aus Jerusalem und zwölf europäischen Zweigstellen, darunter Deutschland, Österreich, Finnland, Norwegen, Großbritannien, Tschechien und Italien vertreten.

Die beiden EU-Parlamentarier verliehen im ersten Teil des Symposiums, zu dem rund 70 Personen, darunter sechs EU-Parlamentarier und EU-Mitarbeiter kamen, der Sorge Ausdruck, dass diese Kennzeichnung nicht nur den wirtschaftlichen Beziehungen schade, sondern auch die Beziehungen zwischen der EU und Israel sowie mögliche Perspektiven für den Friedensprozess im Nahen Osten beschädige. Am Wochenende davor hatte Israel bereits die Zusammenarbeit mit der EU im Nahost-Friedensprozess aufgekündigt.

In einer vor dem Symposium vom Geschäftsführenden Direktor der ICEJ in Jerusalem, Dr. Jürgen Bühler, abgegebenen Stellungnahme wurde erklärt, dass die Richtlinien nur dazu beitrügen, Israelis und Palästinenser weiter zu entzweien und denen zu schaden, denen sie behaupten zu helfen.

Professor Avi Bell erläuterte: „Während die Richtlinien die Kennzeichnung israelischer Produkte verschärfen, ist es Taiwan und der Palästinensischen Autonomiebehörde nach EU-Recht erlaubt, Produkte in der EU mit dem Label „Made in Taiwan“ und „Made in Palästina“ zu verkaufen – obwohl diese der EU-Sichtweise auf Souveränität widersprechen, der zufolge keiner von beiden ein unabhängiger Staat ist.

Pater Naddaf fand deutliche Worte: „Die Kennzeichnung israelischer Produkte ist ein weiterer Verrat an den christlichen Werten Europas. Sie ist eine rassistische, antisemitische Entscheidung.“

Hannelore Illgen, ausführlicher Bericht s. www.icej.de

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