Rückblick BFP-BuKo 2017: Der BFP im Jahr 2022

Der BFP im Jahr 2022: Miteinander.Leiter.Gemeinden.

Der BFP im Jahr 2022: Miteinander.Leiter.Gemeinden.

2013 wurde die Ausrichtung des BFP in sieben Punkten formuliert. Am Dienstagvormittag der Bundeskonferenz standen drei dieser Visionspunkte im Fokus: „Miteinander“, „Leiter stärken“ und „Gemeinden gründen“.

Vikar Jonas Fuchß (Dingolfing) fasst in seinem Artikel  zusammen, was sich vier der BFP-Vorstandsmitglieder darunter vorstellen, wenn der BFP in diesen Bereichen bis 2022 stärker werden soll.

Miteinander

Gleich das erste Thema „Miteinander“ wird sofort umgesetzt. Vize-Präses Pastor Frank Uphoff steht in afrikanischer Kleidung auf der Bühne. Neben ihm steht Pastor Dr. Palmer Appiah-Gyan, Leiter der afrikanischen Gemeinden innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Internationaler Gemeinden (AIG), in „typisch deutschem“ Anzug. Sie drücken damit ihre Herzenshaltung aus: Über „Miteinander“ wollen sie nicht nur sprechen, sondern es auch leben – gerade in der heutigen multikulturellen Zeit.

Schließlich ist Globalisierung und Integration mittlerweile in aller Welt ein Thema. In unseren Gemeinden leben wir zusammen mit Menschen aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Da ist es nicht immer leicht, sich gegenseitig zu verstehen oder verständlich zu machen. „Aber wenn wir unsere Unterschiede feiern und wertschätzen können, um dem Herrn zu dienen, dann ist das wahre Einheit“ bemerkt Palmer Appiah-Gyan. Darum ist für ihn Integration auch ein wichtiges Thema. Schätzungsweise liegt die Chance für Integration in der ersten Generation bei 30%, in der zweiten bei ca. 50% und in der dritten (den Enkelkindern) bei wahrscheinlich 100%. Darum „Habt bitte Geduld mit uns!“, so Pastor Appiah-Gyan.

Doch Geduld alleine genügt nicht. Gerade heute brauchen wir eines mehr denn je: geistliche Väter und Mütter. Selbst wenn wir viele Lehrer, Ausbilder und Erzieher haben, haben wir doch oft nicht viele Väter – so schrieb Paulus schon an die Gemeinde in Korinth. Ein Vater ist besorgt um dein ganzes Wohlergehen. Es braucht viel Liebe und Zeit, um gesunde Beziehungen zu bauen.

Frank Uphoff konnte das im Laufe der Jahre selbst lernen, doch musste er dafür zuerst seine „deutsche Enge verlassen“. Er berichtet von einem seiner „Söhne“, Yaw Tabiri (Bethel-Gemeinde München). Sie kennen sich seit 20 Jahren, treffen sich regelmäßig zum Austausch und Frank war schon viele Stunden Yaws „persönlicher Computerseelsorger“. So konnte er ihm bei einigen Verwaltungsaufgaben helfen, darunter viele Briefe an diverse Ämter schreiben. Doch von diesem Miteinander konnten beide profitieren. Über die Jahre wurde Franks Sicht des Lebens enorm erweitert, was ihn als „steifen Norddeutschen“ total bereichert hat.

Zum Schluss folgen konkrete Anregungen, wie vor Ort „Miteinander“ praktisch gelebt werden kann. Darunter: persönliche internationale Beziehungen bauen, gemeinsame Aktionen in einer Stadt durchführen, AIG-Gemeinden in ihrer Verwaltungsarbeit unterstützen oder die Jugendarbeit miteinander vernetzen. So motivieren die beiden BFP-Vorstandsmitglieder gemeinsam, auch über Kulturgrenzen hinweg Vaterschaft und gesunde Beziehungen zu pflegen. Denn Beziehungen können wir nicht „machen“, wir müssen sie leben!

Leiter stärken

„Was soll am Ende unserer Ausbildung ‚herauskommen’?“ Als nächstes stellt Generalsekretär Peter Bregy mit dieser Schlüsselfrage einen knapp vierjährigen Prozess innerhalb der BFP-Leitung vor. Schon Ende 2013 rief Präses Johannes Justus 13 Personen zusammen, die in 14 Sitzungen viele Gedanken schmieden sollten, um herauszuarbeiten, wie Leiter optimaler gestärkt werden können.

Wenn „Leiter stärken“ das Ziel der Ausbildung ist, musste gemeinsam überlegt werden, was im Ausbildungsbereich überarbeitet und angepasst werden soll. Wichtig war dem Team für diesen Veränderungsprozess, dass zuerst eine Basis der Ehre und Dankbarkeit entsteht. So haben sie sich zunächst mit dem bisherigen Ausbildungssystem intensiv beschäftigt, um zu sehen, wie segensreich und erfolgreich all ihre Vorgänger gearbeitet haben.

Doch mit der rasanten Entwicklung unserer Kultur war es an der Zeit, nicht nur dankbar zurückzuschauen, sondern auch mit dem Blick nach vorne „jeden einzelnen Stein der Ausbildung umzudrehen“ und zu untersuchen. Im Sichten, Ordnen und Reflektieren war bald das „Strategieteam Leiterentwicklung“ von einer grundsätzlichen Ausbildungskultur überzeugt, dazu gehören fundierte Theologie, praktische Anwendung und konstante Fortbildung. In einem Satz formulierten sie ihre Überzeugung: „Wir brauchen als BFP pastorale Leiter“.

Darum soll die Ausbildung nicht primär Theologen, Manager oder Bewahrer hervorbringen – die natürlich auch wichtig sind im Reich Gottes. Doch für den pastoralen Dienst in den Gemeinden brauche es vor allem Beweger! Leiter mit Begabung und Berufung. Leiter, die bewegen wollen und können. Dieses Potenzial soll darum schon vor der Ausbildung erkennbar sein, um die zukünftigen Pastoren darin zu fördern.

Damit die Erkenntnisse der letzten vier Jahre nicht nur Theorie bleiben, sollen sie jetzt umgesetzt werden. Wie sieht das konkret aus? Zu dem Vollzeitstudium und der modularen Ausbildung soll ein neuer Bildungsweg hinzukommen: ein modulares Studium. Auch ein akademischer Abschluss (B.A.) soll ermöglicht werden, dazu laufen gerade hoffnungsvolle Verhandlungen mit der „Global University“ der „Assemblies of God“ (USA).

Doch um mit dem zusätzlichen Bildungsweg nicht gleichzeitig mehr Aufwand zu erzeugen, sollen Synergien geschaffen werden: Für die unterschiedlichen Ausbildungsgänge soll es darum gemeinsame, identische Kurse geben, anstatt viele verschiedene. Und in Zukunft kann z.B. ein „Forum BFP-Ausbildung“, drei verschiedene Gremien ersetzen. Vor allem aber soll im praktischen Teil der Ausbildung systematisch und in enger Begleitung gelernt werden, Einfluss zu nehmen.

Ein Pilotprojekt dazu hat bereits angefangen. Motiviert und hoffnungsvoll sieht Peter Bregy diesem Prozess entgegen – mit Sicherheit hat er einige im Saal damit angesteckt.

Gemeinden gründen

Last but not least tritt Friedhelm Holthuis (Christus Gemeinde Wuppertal) auf die Bühne. Er erzählt die Geschichte einer Frau, die kürzlich bei ihnen zum Glauben gekommen ist. Übernatürlich von Gott geführt, kommt sie in die Gemeinde und gibt Gott gleich nach dem Gottesdienst ihr Leben. Offensichtlich war sie schon von Gott vorbereitet.

So etwas erleben wir nicht täglich, und doch gibt es unter den 80 Millionen Menschen hier in Deutschland einige, die ein ähnliches Herz wie diese Frau haben. Ein Herz, das den Sinn des Lebens sucht, ein Herz, das nach mehr schreit. Aus diesem Grund „wollen wir an jedem Ort in diesem Land eine Kirche haben, um diese Menschen zu erreichen!“ Damit unterstreicht BFP-Vorstandsmitglied Pastor Friedhelm Holthuis die große Bedeutung der lokalen Gemeinden. Und weiter ruft er: „Wenn das, was Jesus in einem Herzen macht, mit einer lokalen Gemeinde zusammen kommt – dann gibt's neues Leben!“ Beifallsbekundungen aus dem Saal signalisieren Zustimmung.

Aus diesem Grund ist auch das Ziel des BFP, 200 neue Gemeinden bis 2025 zu gründen. Seit 2013 sind es schon 65. Allein seit der letzten Bundeskonferenz wurden 20 neue Gemeinden in Deutschland ins Leben gerufen. Sogar außerhalb Deutschlands wurden über das junge Netzwerk „BFP International“ inzwischen acht Gemeinden gegründet, die so in Partnerschaft zum BFP hinzugekommen sind. Eine Gemeindegründung der Elim-Gemeinde  Hannover ist sogar in Israel.

„Aber wisst ihr, was wir noch nie gefeiert haben?“ ermahnt Friedhelm Holthuis zum Schluss „Die Leute, die neue Gemeinden pflanzen, die haben wir noch nie gefeiert! Das geht doch nicht!“. Aus diesem Grund holt er die Gemeindegründer des letzten Jahres auf die Bühne. Gerade sie, die viele mutige Schritte gehen und oft finanzielle Opfer bringen müssen, diese „Helden“ wurden zum Schluss mit einem großen Applaus gefeiert und mit erhobenen Händen gesegnet.

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