Rückblick BFP-BuKo 2017: Multiplikation von Jünger

Multiplikation von Jüngern

„Diese Methode ist die wichtigste“, meint Dave Ferguson, unser sympathischer Referent und führt diese in drei weiteren Sessions der Bundeskonferenz aus, „hierfür brauchen wir unser Herz.“

Christl Bauer, Mitarbeiterin der FCG München, hat seine grundlegenden Gedanken in dem folgenden Artikel zusammengefasst.

Jesus verbrachte einen großen Teil seiner Zeit mit seinen Jüngern. Im Matthäus-Evangelium sehen wir, dass er mit seinen Jüngern – also mit einer kleinen Gruppe von Menschen – etwa drei Viertel seiner Zeit verbrachte und nur ein Viertel mit der großen Menschenmenge. Das können wir uns zum Vorbild nehmen, so wie wir uns Jesus immer zum Vorbild nehmen können.

Dave führt einen interessanten Gedanken aus: In Johannes 3,22 heißt es: „Danach kamen Jesus und seine Jünger in das Land Judäa, wo er eine Zeit mit ihnen verbrachte ...“. Hier steht das griechische Wort „dia-trebo“, es bedeutet unter anderem gegeneinander reiben, abrubbeln, abfärben, .... Jesus verbrachte Zeit mit seinen Jüngern, so dass sein Wesen sich sozusagen an ihnen rieb und abfärbte. Wenn wir mit bestimmten Menschen mehr Zeit verbringen, bewirkt das, dass wir uns aneinander reiben, aber auch, dass wir uns einander anpassen und ähnlicher werden. Ein gutes Beispiel dafür sind „alte“ Ehepaare, die sich im Lauf der Jahre immer ähnlicher geworden sind. Immer wieder greift Dave auf biblische Beispiele zurück wie die Berufung der zwölf Apostel. Aus Markus 3,13-15 können wir einige praktische Einsichten gewinnen, wie wir Jünger und Auszubildende entwickeln können.

– Multiplikatoren beginnen mit einigen Jüngern, nicht mit vielen.

– Multiplikatoren  von Jüngern setzen auf Beziehungen, nicht auf Lehrpläne.

– Sie fokussieren sich auf die Sendungskapazität, nicht die „Sitzplatzkapazität“.

– Sie geben Autorität weiter, anstatt an ihr festzuhalten.

Die Ausbildung von Helden geht in fünf Schritten vor sich:

  1. Ich mache, du schaust zu, dann reden wir drüber.
  2. Ich mache, du hilfst mir, dann reden wir darüber.
  3. Du machst. Ich helfe mit. Dann reden wir drüber.
  4. Du machst. Ich schaue zu. Dann reden wir darüber.
  5. Du machst. Jemand anders schaut zu.

Dave bringt zur Veranschaulichung immer wieder auch Filme und Beiträge von Menschen, die sich in seiner Gemeinde, bzw. in seiner Kleingruppe entwickelt haben. Teilweise dramatische Geschichten bewegen und ermutigen uns. In ihnen können wir sehen, wie sich Menschen durch schwierige Umstände für eine stärkere Nachfolge entscheiden. Einer von ihnen ist Brent. Er und seine Frau verloren ihre Tochter auf tragische Weise. Das brachte die beiden näher zu Gott und danach auch in Daves Kleingruppe. Anfangs bat er Brent, in  der Gebetszeit, als eine Art „Eisbrecher“ zu fungieren. Dave machte die Bibelarbeit. Später übernahm Brent die Bibelarbeit und Dave war als Unterstützer dabei. Dann zog sich Dave aus der Gruppe raus. Er durfte dann beobachten, wie Brent nicht nur die Gruppe leitete, sondern selbst wieder einen „Lehrling“ einarbeitete.

Gaben aktivieren

Hier gebrauchen wir unsere Hände – um zu segnen! In Matthäus 28,18 sendet Jesus seine Jünger aus. Er überträgt seine Autorität auf sie. „Mir ist gegeben alle Macht, ich will sie durch euch anwenden, indem ihr geht ....“

Schritt 1: Träume groß! Male ein Bild davon, wie es ist, wenn die Gaben aktiv werden. Dave erzählt von „Habitat for Humanity“. Hier geht es darum, dass jeder Mensch es verdient, einen einfachen Ort zu haben, wo er leben darf. Dieses Projekt kam von einer Person, die dieses Ziel auf dem Herzen hatte. Die Organisation ist mittlerweile weltweit aktiv.

Schritt 2: ICNU, „Ich-seh-in-dir“, initiiert die Aktivierung der Gaben. Als Beispiel dient Greg – ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann, der in den Vorruhestand ging, um als Campuspastor zu fungieren.

Schritt 3: Schritte, die die Aktivierung  der Gaben entwickeln. Auch hier bringt Dave Beispiele von Menschen, die sich in seinem Umfeld entwickelten. Dazu gehört auch Patrick, der zuerst ein großartiger Kleingruppenleiter war. Er kündigte seinen Job, verkaufte sein Haus, wurde ausgesandt mit Handauflegung – mittlerweile leitet er ein ganzes Gemeindenetzwerk.

Schritt 4: Die Sendung aktiviert die Gaben vollständig. Der Referent sprach vor einigen Jahren über die Priesterschaft aller Gläubigen. Nach seinem Aufruf kamen nach seinem Verständnis zu viele Menschen (ca. 2000 Personen!) nach vorne, um ausgesandt zu werden. Er dachte, sie hätten eventuell etwas falsch verstanden. So ging er von der Bühne, um mit den Menschen zu sprechen und zu beten. Jeder Einzelne hatte eine bestimmte „Mission“ auf dem Herzen. Einer wollte behinderte Kinder betreuen, ein anderer ein Fußballteam coachen, ein Ehepaar ging mit ihren kleinen Kindern als Missionare nach Haiti, um nur einige zu nennen. Was wir tun müssen: Einen Weg finden, sie auszusenden. Lege ihnen die Hände als ein Zeichen der Bestätigung auf. Bitte Gott um seinen Segen für sie, während du sie aussendest.

Reich Gottes bauen

Helden zählen die Menschen, die sie erreichen. „Helden-Macher“ zählen die Leiter, die sie aussenden. Was zählst du „am Ende des Tages“? Dave: „Punktetafeln lügen niemals. Sie zeigen die Wahrheit.“ Welche Punktetafeln verwenden wir? Mission, Gemeinden pflanzen – wie zählen wir das? „Cash & Crowds“ – Kollekte und Besucherzahl waren früher der Maßstab. Dave ermutigt, das auch weiter zu praktizieren. Aber: Was zählt wirklich? Matthäus  6,33 – trachtet zuerst nach dem Reich Gottes!

Dave berichtet von einer Gemeinde, die sie gründeten, die sie aber nach acht Monaten wieder schließen mussten. Ihr Fazit: Wir sind in erster Linie berufen treu zu sein, nicht erfolgreich. Wir waren uns einig, das Risiko einzugehen und haben es im Glauben getan. Wir sind nicht immer erfolgreich, aber wir wollen treu sein. Treu, das Reich Gottes zuerst zu suchen. Lasst uns auch den Treuen Anerkennung geben! Sieh die Gnade, dass du viele Risiken eingehen darfst! Trau dich, Dinge zu tun, vor denen du dich fürchtest. Du darfst am Ende des Tages wissen: Du musst nur treu sein!

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