Rückblick Bundeskonferenz 2015 - „Botschaft von Freimut Haverkamp"

Ermutigung von Freimut Haverkamp: „Gott tut alles, um uns zu qualifizieren.“

„Auf welche Stimme hörst du?“ – „Welche Stimme ist die lauteste Stimme in deinem Leben?“ – Immer wieder stellt Pastor Freimut Haverkamp diese Fragen, und er weiß, dass er damit direkt in die Herzen vieler Anwesenden trifft.

Gott hat große Pläne

Es ist Dienstagabend, Tag 2 der 120. BFP-Leiterkonferenz in Willingen. Der Saal ist gut gefüllt. Viele wollen den quirligen, dynamischen, Leidenschaft versprühenden Mann erleben, der die Hillsong Church Deutschland leitet; über 2000 Leute, so wird berichtet, besuchen Woche für Woche die Gottesdienste an den beiden Standorten Konstanz und Düsseldorf. Es dauert nicht lange, bis der berühmte Funke überspringt. „Wir haben noch nicht einmal an der Oberfläche gekratzt von dem, was Gott vorhat mit dem BFP“, ruft er in die Reihen und erntet spontanen Beifall. Er stellt seine Familie vor und plaudert über die unkonventionelle Art, die Gemeinde zu leiten; die Bilder von seiner Frau, den drei Töchtern und Kater Socke vermitteln binnen kürzester Zeit ein Gefühl der familiären Vertrautheit. Seine lockere Art kommt an; genau wie seine Botschaft für diesen Abend im vollbesetzten Plenarsaal.

Alles durch Gottes Gnade

Er habe schon sehr früh gewusst, was er predigen sollte, verrät er. Dass er damit goldrichtig liegt, erfährt er am Eröffnungsabend, als Präses Johannes Justus denselben Bibeltext wählt. Er wird sich als Leitvers durch alle Konferenztage hindurchziehen. Freimut liest aus dem 15. Kapitel des ersten Korintherbriefs und konzentriert sich auf die Verse 9 und 10: „Denn ich bin der geringste von den Aposteln, der ich nicht wert bin, ein Apostel zu heißen, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade, die er an mir erwiesen hat, ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe mehr gearbeitet als sie alle; jedoch nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist.“

Lähmende Stimmen in uns

Ausgehend davon beleuchtet er nun einige Herausforderungen, in denen Paulus stand und die auch vielen geistlichen Leitern im Land nicht fremd sind. Er spricht von verschiedenen Stimmen in ihrem Leben, deren Ziel es ist, zu beschämen, einzuschüchtern, zu entmutigen, zu lähmen. Er nennt sie die „Stimmen der Vergangenheit“, die uns unsere Fehler und falschen Entscheidungen vorhalten, die „Stimmen der Zukunft“, die Zweifel und Unsicherheiten säen und die „Stimmen der anderen“ und der vielfach damit verbundenen tiefen Angst vor Ablehnung.

Kein Platz für Ängste und Zweifel

Es ist still im Saal; Haverkamp hat die volle Aufmerksamkeit. Auf den Plätzen ernste, nachdenkliche Gesichter, manche nicken. Sie wissen, wovon er redet. Sie kennen diese Stimmen, die auch Paulus immer wieder belästigt haben. Es ist gut, sie einmal bewusst wahrzunehmen, um sich dann, wie Haverkamp sagt, auf die richtige Stimme zu fokussieren. Es ist Gottes Stimme der Gnade. „Paulus hat nicht zugelassen, dass diese Stimmen definiert haben, wer er war.“ Ihn definierte die Gnade Gottes. Wenn Angst, Zweifel, Vorwürfe und Verurteilung kamen, hat er auf Gottes Stimme gehört, die zu ihm sagte: „Fürchte dich nicht!“ Diesen Zuspruch brauchte nicht nur Paulus immer wieder; er soll auch an diesem Abend gehört und geglaubt werden. Es gehe darum, nicht aufzugeben, in Tälern nicht stehen- und steckenzubleiben, sondern immer wieder Ermutigung Gottes zu empfangen, um dann aufzustehen und mit Gott mutig weiterzugehen. „Wir behandeln Gott manchmal wie einen Kampfrichter, der nur darauf wartet, uns zu disqualifizieren. Aber Gott sucht nach jedem nur erdenklichen Grund, uns zu qualifizieren.“ Die Stimme der Gnade sagt: „Versuch’s noch einmal!“

Seit nunmehr elf Jahren präge diese Stimme der Gnade sein Leben und seinen Dienst. Sie bewahre ihn davor, den Kopf in den Sand zu stecken oder die Flinte ins Korn zu werfen, bekennt Haverkamp und ist überzeugt, dass auch an diesem Abend viele da sind, die genau diese Botschaft brauchen, damit auch in ihrem Leben all die anderen Stimmen zum Schweigen gebracht werden.

Jutta Dünnbier

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