Rückblick Bundeskonferenz 2016 - Gottes Kraft und mein Bestes: „Das Beste“ von Mara Massar und Dr. Bernhard Olpen

Pastorin Mara Massar (CZ Celle) brennt für ein geistig verändertes Deutschland. Als sie am Dienstag als erste Sprecherin des Tages das Mikrofon in die Hand nimmt, spürt man sofort: Hier ist eine Frau, die auch nach vielen Jahren Leidenschaft und Feuer nicht verloren hat, ein Teil der „größten Rettungsmission, die unsere Erde je gesehen hat“ zu sein.

Ihren Beitrag zum Thema fasst sie in folgende Fragen: Was tue ich, um nicht auszubrennen? Wie erlebe ich die Kraft Gottes im Alltag und auch in den Stürmen und Herausforderungen meines Lebens? „Vier Goldstücke“ hat sie als Antworten mitgebracht, die sie den Anwesenden weitergibt.

■ 1. Beständigkeit oder auch Disziplin sind für sie wie ein Anker im Leben geworden. Das Einüben und Festhalten guter Werte gewährleiste Stabilität, gerade auch in schwierigen Zeiten. Es gehe darum, niemals aufzuhören, die richtigen Dinge zu tun.

Sie erinnert an die Jünger, wie sie nach einem erfolglosen Fischfang nicht frustriert die Netze in die Ecke geworfen, sondern, wie sonst auch, gewaschen und für den nächsten Einsatz vorbereitet haben. Auch ihre Devise lautet: „Herz bewahren – Fokus halten – weitergehen“; immer einmal mehr aufstehen als hinfallen.

■ 2. Die eigene Begrenztheit und die eigene Biographie verstehen. Man sollte nie die Hoffnung verlieren, denn allen Brüchen, allem Versagen stehe ein schöpferischer Gott gegenüber, der auch aus krummen Wegen etwas Gutes machen kann. Heute ist sie froh über Menschen, die sie ergänzen, mit denen sie gemeinsam unterwegs sein darf, die sie um Rat fragen und denen sie sich auch unterordnen darf.

■ 3. Mut. Mara spricht über den Prozess von der Opferrolle hinein in die Gestalterrolle: Jesus etwas zutrauen, Vergangenheit hinter sich lassen, Ängste überwinden, andere ermutigen und mit ihnen gemeinsam den „großen Fischfang an Land bringen“.

■ 4. Eine innere Verpflichtung. Das Wissen um Gottes Gegenwart in ihrem Leben sporne sie an, ihr Bestes zu geben. „Gottes Worte treiben mich nach vorne, lassen mich nicht los“, bekennt sie. Ihre Vision: Ein „game changer“ zu sein, der im entscheidenden Moment den Unterschied macht. _

 

Einen anderen Ansatz wählt, als zweiter Sprecher des Tages, Pastor Dr. Bernhard Olpen (CZ Düsseldorf). Ihn beschäftigt, wie Gottes Kraft und unser Bestes zusammengehören und zusammenwirken.

Er sieht darin zwei Seiten einer Medaille. Gottes Kraft sei wie der Wind. Er bringe die Energie für den Dienst. Unser Beitrag sei es, die Segel in den Wind zu halten und so Windenergie Gottes in menschliche Bewegungsenergie umzusetzen, erklärt er.

Die eigene Kapazität ausschöpfen

Dann berichtet Bernhard Olpen von den vergangenen beiden Jahren. Er habe erkannt, dass es wichtig sei, sein Bestes zu geben, weil Gottes Kraft in dem Maße zum Zuge komme, wie es gelinge, die eigene Kapazität auszuschöpfen. Deshalb sei es wichtig, mit dem Lernen nie aufzuhören und Leitungsfähigkeiten zu optimieren. Es gehe aber auch darum, jungen, bevollmächtigten Leitern Gestaltungsspielraum zu geben, Vertrauen in sie zu investieren und sie freizusetzen.

Im Herzen entscheidet sich alles

Wo Kraft Gottes vor allem gebraucht werde, sei unser Herz. Hier entscheide sich alles. So plädiert Olpen für ein positives, glaubensvolles und starkes Herz.

Denn: „Gottes Wind weht immer in ein gläubiges, nicht in ein zweifelndes und ängstliches Herz hinein.“ Wichtig sei, trotz Schwierigkeiten nicht stehen zu bleiben. Er ist überzeugt: Wer in Krisenzeiten aufgibt, kann sein Potenzial nie ganz ausschöpfen.

Diese Lektion habe er im ersten Jahr seiner neuen Pastorenstelle gelernt. Seine Ideen fielen im Leitungskreis nicht auf fruchtbaren Boden und so blieben auch die gewünschten Ergebnisse aus. Um das zu ändern, musste er sein Team neu aufstellen, was ihm sehr schwer gefallen sei. Demütige Menschen, die es verstehen, rechtzeitig den Platz für andere frei zu machen, seien hier ein echtes Geschenk Gottes. ❚

Jutta Dünnebier

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