„Vor-Bilder und Glaubenshelden“ – Thema der Kunstausstellung während der 120. BFP-Bundeskonferenz

Sanfte Klaviermusik erfüllt den Raum. Die ersten Kunstinteressierten treffen nach Ende des Eröffnungsgottesdienstes in der Ausstellungshalle ein – zur Vernissage mit Sektempfang. Esther Dymel-Sohl und Dr. Martin Stötzel eröffnen sie: „Liebe Pastoren und Leiter, diese Ausstellung soll euch ermutigen, künstlerisch begabte Menschen in euren Gemeinden zu fördern und künstlerisches Schaffen als eine Gabe Gottes zu sehen.“ Zum Einstieg sehen wir einen Film von Markus Haist (Uetzingen) über Fischer aus Ostfriesland. In wunderschönen Bildern, untermalt von ruhiger Musik, wird deren Arbeit gezeigt. Teilweise üben sie diese schon in dritter Generation aus. „Angst darf man da nicht haben,“ sagt einer von ihnen. „Aber ich hab‘ Vertrauen auf mein Schiff und ich hab‘ Gottvertrauen“.

Vielfalt

Wer möchte, kann bei einem Gläschen Sekt oder Saft die Bilder eingehend betrachten. Neben Markus Haist stellen auch Barbara Lidfors (Fürth), Heidi Gebauer (Elmshorn), Irene Justus (Hannover), Reinhard Klink (Osnabrück), Rose Adrian-Trienen (Hamburg), Susanne Deichtmann (Village-Neuf, Frankreich), Walter Mundt (Speyer) und Alejandro Ramirez (Nürnberg) aus. Ich bin beeindruckt von der Vielfalt und Kreativität der Künstlerinnen und Künstler! Verschiedenste Ausdrucksformen werden benutzt: Öl- oder Acrylfarbe auf Leinwand, Schraffuren, Mixed Media, teils abstrakt, teils detailgenaue Abbildungen von Kindern und Menschen, teils Karikaturen und andere Kunstformen. Man kann nur staunen über die Vielfalt der Ausdrucksweisen, die Unterschiedlichkeit des Stils und der Farbgebung. Was auffällt: Alle Bilder haben einen Bezug zu Gott, zum Glauben, zum Kreuz.

Unterschiedlichkeit

Im Gespräch mit anderen stelle ich fest, dass jeder einen anderen Favoriten oder Lieblingsstil hat. Mein Blick fällt auf eines der Bilder: Zwei Worte stehen da auf einem Band, fast genau die gleichen Worte, die mir kurz vorher ein Bruder prophetisch zugesprochen hat. Da ist doch der Heilige Geist im Spiel... Biblische Personen werden in Szene gesetzt, Gefühle zum Ausdruck gebracht, Stimmungen oder Situationen festgehalten – einfach großartig! Eine Künstlerin malt ihre Personen so exakt, dass es fast wie ein Foto aussieht, andere legen mehr in die Farbgebung ihres Bildes hinein. Für mich alles ein Ausdruck der großen Unterschiedlichkeit der Menschen und der Vielfalt der Begabungen.

Kreativer Schöpfer

Als ich auf mein Zimmer gehe, nehme ich viele positive Eindrücke von diesem Tag mit und bin einfach nur dankbar. Aber dann kommt doch der Gedanke: „An anderen Stellen dieser Welt leben Menschen auf der Flucht und in Not. Dürfen wir als Christen überhaupt Kunst ‚genießen‘? Müssen wir nicht ein „schlechtes Gewissen“ haben, wenn wir Zeit damit verbringen, kreativ zu sein? Darf ich mir Zeit nehmen, meine künstlerischen Fähigkeiten auszuprobieren, wo es doch so viel Anderes, Wichtiges im Reich Gottes zu tun gibt?“ Ich werde erinnert an die Schöpfung. Was für eine Pracht in der Pflanzenwelt! Wie genial ist ein Schneckenhaus, wenn wir es genauer anschauen. Welch‘ ein Genuss, die Berge, das Meer oder Wüstenlandschaften anzuschauen. Selbst jede Schneeflocke ist – einzeln betrachtet – ein Kunstwerk. Unser Gott ist ein wirklich kreativer Schöpfer! Wir sind als Ebenbild Gottes geschaffen. Und das dürfen wir auch zum Ausdruck bringen, indem wir – wie unser Schöpfer – unserer Kreativität Ausdruck verleihen.

Christl Bauer, FCG München

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